Die Schule zur individuellen Lernförderung im Förderungswerk St. Nikolaus Dürrlauingen hat ihren historischen Ausgangspunkt in zwei ehemaligen Lazarettbaracken aus dem Ersten Weltkrieg, in denen am 16.12.1921 mit dem Unterricht von 22 Kindern begonnen wurde.  

 

1922 genehmigte die Regierung von Schwaben eine erste Schulstelle für die vierklassige „Hilfsschule“ mit „Fortbildungsschule“ (Berufsschule).  

 

1923 wurde wegen der großen Nachfrage der Neubau eines Heimes mit Schule notwendig.

 

1925 erfolgte die Einweihung eines Neubaus. 110 Kinder wurden in sechs Abteilungen der „Hilfsschule“ unterrichtet. Zusätzlich wurde eine Vorschulklasse eingerichtet.  

 

1926 genehmigte die Regierung von Schwaben eine zweite Schulstelle.  

 

1935 wurde ein Erweiterungsbau bezogen.  

 

1946 verdoppelte sich bedingt durch Krieg und Vertreibung die Zahl der betreuten Kinder und Jugendlichen.  

 

1957 wurden 135 Kinder von sechs Lehrkräften unterrichtet. Die Klassen 1 und 2 waren im Gut Unterwaldbach bei Röfingen untergebracht.  

 

1965 begannen die Planungen für den Neubau des Schulgebäudes in seiner jetzigen Gestalt. Die Einweihung erfolgte 1969.  

 

1987 öffnete sich die Schule für externe Schülerinnen und Schüler aus der Region.  

 

1991 veränderte sich mit Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches  VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) die an der Schule betreute Klientel aus dem Heilpädagogischen Heim. Seelisch wesentlich behinderte junge Menschen fielen in die Zuständigkeit des SGB VIII, damit schieden die Sozialhilfeverwaltungen der Bezirke als Kostenträger für Heimunterbringungen aus.  

 

1992 Gründung des Heilpädagogischen Zentrums mit eigener Leitung, in dem zunächst die Einrichtungen und Dienste der Jugendhilfe (das Heilpädagogische Heim, die Heilpädagogische Tagesstätte) organisatorisch zusammengefasst wurden mit dem Ziel, weitere Angebote zur Förderung junger Menschen in der Region zu entwickeln.  

 

1998 erfolgte die Einrichtung einer Sonderpädagogischen Tagesstätte im Heilpädagogischen Zentrum, in der externe Schülerinnen und Schülern an fünf Nachmittagen betreut und gefördert werden.  

 

Von 1998 bis 2002 wurden zwei Schulklassen als selbständiger Zweig einer Schule zur Erziehungshilfe geführt.  

 

1999 entstand im Förderungswerk St. Nikolaus ein Qualitätsmanagementsystem. Die Schule zur individuellen Lernförderung wurde damit in inhaltlicher Hinsicht Teil des Heilpädagogischen Zentrums im Sinne des Organigramms der Einrichtung.  

 

Im Schuljahr 2010/ 11 besuchen insgesamt 138 Schüler die Schule, 118 kommen aus der Region. 20 Kinder und Jugendliche wohnen im Heilpädagogischen Heim. In einer SVE-Gruppe werden zehn Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut und gefördert.